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Terschelling

vom:
29.03.2005
bis:
02.04.2005
wer:
Dunedain

oder Terschling, wie Mozi sagen würde

Alles begann über die Ostertage...

Wir trafen uns Ostermontag und studierten Land- und Wanderkarten, die wir so auftreiben konnten. Nach kurzen Gedankenaustauschen stand es fest; unsere angedachte Wanderung in den Teutoburger Wald sollte nun eine Fahrt auf die niederländische Insel Terschelling werden. Für die Vorbereitungen hatten wir ja noch den ganzen Tag Zeit.
Wir recherchierten Fährzeiten und stellten fest, dass wir bereits um 9:45 Uhr morgens an der Küste in Harlingen sein mussten. Kein Problem. Wir fuhren in den Keller und sammelten unser Allgemeinmaterial zusammen.
Wir trafen uns bei Smeagol, denn wenn man von zu Hause hätte weg müssen, um sich gegen 03:30 Uhr nachts zu treffen war das für die Eltern vielleicht nicht so toll.
Erstmal war es ziemlich neblig und kurz hinter der Grenze wurde es nur noch schlimmer. Zu guter letzt konnten wir uns nur noch mit Nebelscheinwerfern fortbewegen. Noch stimmte unsere Zeitrechnung. Wir wollten 8:00 Uhr am Hafen sein, dann machten dort die Supermärkte auf. Wir wollten auf dem Festland noch einkaufen, um den überhöhten Inselpreisen zu entgehen.
Und tatsächlich waren wir um Punkt 8 da. Zunächst wollten wir uns die Fährzeiten bestätigen lassen und standen prompt falsch, nämlich am Schalter für das Schnellboot, welches aber kein Auto mitnahm. Aber zumindest wussten wir jetzt, dass wir 20 Minuten vor Abfahrt einchecken sollten.
Wir fuhren wieder nach Harlingen rein, kreuz und quer durch Wohngebiete und testen somit die Beständigkeit der Stossdämpfer, alle 25 Meter war ein "Drempel". Nach langer Sucherei fanden wir einen Lidl und fuhren im Anschluss wieder zum Hafen. Es war exakt 20 Minunten vor Abfahrt. Überaschend stand lediglich 1 Auto vor uns in der Schlange. An der Kasse hat es uns ersteinmal umgehauen. 215 € wollten die von uns haben für die Hin- und Rückfahrt. Danach rollten wir auf's Schiff. Lediglich eine Hand voll Autos waren an Bord. Pünktlich legte auch die Fähre ab. Da es immer noch krass neblig war, konnte man kaum was sehen nur das Nebelhorn tutete vor sich hin. Die Überfahrt dauerte 2 Stunden und wir verbrachten sie grösstenteils schlafend, da in der Nacht nahezu keiner geschlafen hatte.
Auf der Terschelling angekommen suchten wir das VVV-Büro auf. Smeagol wollte, wegen der vielen Naturschutzgebiete und dem übersichtlichen Gelände die Kohte nicht "wild" parken. Uns wurden in Aachen schon die Naturcampingplätze des "Staatsbosbeheeren" empfohlen. Davon sollte es auf der Insel 3 Stück geben. Da wir uns natürlich nicht dirket in die Touris hängen wollten suchten wir zunächst den letzten auf. Ein klein wenig versteckt fanden wir ihn auch. Er glich eigentlich eher einem ganz normalen Campingplatz, mit der Ausnahme, dass überhaupt niemand da war. Wir bauten die Kohte auf und aßen erstmal was. Danach wollten wir an den Strand und sogar der Nebel hatte sich verzogen.
Es war nur noch kühl und ziemlich windig. Wir marschierten einfach mal los, durch den Wald und die Polder. Auf dem Rückweg fanden wir heraus, dass der Wald doch ziemlich viele kleine Pfade hatte und keiner mehr wusste wohin wir gehen. Wir folgten einfach der Himmelsrichtung und kamen wieder an unserem Lagerplatz an. Der Abend klang bei Tortellini mit Käse aus. Wir gingen früh schlafen.

Nach dem Frühstück studierten wir die Karte, die wir aus dem VVV-Büro mitgenommen hatten. Das letzte drittel der Insel ist nur zu Fuss erreichbar. Wir wollten nun bis ans Ostende wandern. Einer der Forstmänner tauchte auf und schloss das Waschhaus auf. Ab jetzt konnten wir auch warm duschen und die Toiletten benutzen. Leider bedeutete das aber auch "Zahlemann und Söhne". Kulant gab er sich und mit 60 € sind wir doch relativ moderat davon gekommen.
Wir waren schon viele Kilometer gelaufen, andere Wanderer sah man hier auch so gut wie nie und der Wind bläst konstant heftig von vorne. Aber zumindest war die Sonne erstmalig rausgekommen. Wir hatten uns auf eine ziemlich lange Wanderung eingelassen und nur 4 Powerriegel zum essen und nichts zu trinken mitgenommen. 2-3 Kilometer vor dem Ostende öffnete sich nocheinmal die Düne, hinter der wir herliefen. Dort entschieden wir, den Rückweg anzutreten, von hier aus konnten wir auch schon den Leuchturm von Ameland sehen, okay, Smeagol nicht, der hatte sein Brille nicht mit. Bis hier waren es in etwa bereits 12km. Zurück gingen wir am Strand entlang. Und durchstöberten die Muscheln nach Austernperlen.
Gelegentlich peesten Landrover am Strand entlang. Auf dem Sand ist es teilweise mühsam zu gehen und so entschieden wir, diesen zu verlassen und quer durch zurück zum Lagerplatz zu gehen. Einigen qualmten schon mächtig die Füsse bzw, zog es in den Oberschenkeln. Am Abend gab es Hamster in Erdnusosse und Reis im volksmund auch als Saté bekannt :-)

In der Nacht hatte der Wind wieder stark an der Kohte gezerrt, immer wieder knirschten die Seile. Wir entschieden uns nach dem Frühstück sie neu aufzubauen. Nachdem wir uns an dem langen Marsch zum Teil ein paar Blasen gelaufen hatten, entschieden wir, den Tag etwas ruhiger angehen zu lassen. Die Sonne strahlte wieder, doch machte der Wind es dennoch unangenehm kühl. Wir fuhren zunächst in den Hauptort Westtereschelling und schlenderten im Hafengebiet ein wenig herum. Besondere Aufmerksamkeit galt da den Kanonen und Geschützen, die vor einer Tauchschule quasi im Garten standen. Vermutlich waren das Fundstücke aus Tauchfahrten. Danach liefen wir noch den Wellenbrecher entlang bis zu der Boje und zu den anderen Fischkuttern, die gerade Feierabend machten. Hinter dem Ort folgte direkt das Westende. Ein 3km langer und breiter Strand. Auch dahin ist man eine Weile unterwegs. Wenn man mitten drin steht, geht der Strand in alle Richtungen bis zum Horizont. Man könnte glauben, man stände in der Wüste. Von hier aus konnten wir auf Vlieland sehen, die nächste Insel. Zurück ging es durch ein ehemaliges Schiessgebiet. Wir kauften noch ein paar Kleinigkeiten ein und fuhren wieder zurück. Wir genossen die warmen Duschen und Steffen kochte wie jeden Abend für uns. Diesmal das bewährte Fahrtenessen, Kartoffelpü mit Hamsternossis und Mais.

Die Sonne strahlte wieder in die Kohte. Und diesmal hatten wir sogar so gut wie keinen Wind. Zeitig standen wir auf, heute wollten wir eine Wanderung ins Wattenmeer machen. Wir brachen auf, und liefen durch die Polder. Riesige Vogelschwärme sassen überall flogen ab und an auf und kreischten den ganzen Tag. Mozi nannte sie "Stelzenläufer". Hinter dem Deich gings dann ins Watt raus. Matschig, aber dennoch wenig spektakulär, wie man es aus dem ostfriesischem Watt kennt, wo man teilweise über knietief einsinken konnte. Dennoch liefen wir eine Weile hier herum. Pille suchte ja dringend noch nach einem Krebarm als Andenken. Irgendwann kamen wir wieder auf den Deich und liefen diesen entlang in Richtung Westen, wo auch die Dörfer waren. Für unsere letzte Mahlzeit hatten wir nur Nudel besorgt und benötigten nun noch die Beilage. Viele Kilometer weiter trafen wir auch wieder auf die Strasse. Am Waldrand gingen wir zurück. Am Supermarkt kauften wir noch etwas zu trinken. Hackfleisch hätten wir noch eine gute Stunde durch die Sonne tragen müssen und entschieden uns, später nochmal mit dem Auto vorzufahren. So taten wir auch. Kurz vor Geschäftsschluss (17:00) erreichten wir noch den Laden. Am Platz zurück legten wir das Hack kalt ein, wir wollten noch den Sprung ins kalte Wasser wagen. Bewaffnet mit Handtuch fuhren wir nochmal zum Strand. Dort befreundeten wir uns erstmal mit einem Hund an, der dort irgendwie keine Begleitung zu haben schien. Das beliebt "Hol-das-Stöckchen-Spiel" schien er nicht zu kennen. Immer holte er es, aber anstatt es zurück zu tragen rannte er damit weiter weg, legt es vor sich und wartete. Dann gingen wir ins Wasser. Bei einer Wassertemperatur von weniger als 9° Celsius blieb man nicht lange drin. *g* Danach vergruben wir zunächst Mozi im Sand. Danach Pille, wobei wir hier natürlcih wieder ein wenig übertrieben. Von wegen Sand im Ohr, Nase und Zähne. Uns wurde auch noch ein romatischer Sonnenuntergang geboten, wobei Pille und Mozi sich lieber durch den Sand schleiften und blaue Flecken zufügten. Danach fuhren wir zurück und Pille belegte den ganzen Abend die Dusche zum Ärger der anderen. Steffen kochte wieder. Wirklich lecker: Nudeln, frische Tomaten, Rinderhack und Käse. Und wieder ging ein Tag zu Ende.

Wieder ein super Wetter weckte uns am morgen. Leider mussten wir heute wieder nach Hause. Frühstück, Kohte abbauen, Packen. Danach abschied nehmen von Sauron und seinem Turm. *g* Am Hafen war es echt übel. Waren wir doch mit 10-15 anderen Autos auf die Insel gekommen, standen jetzt hier Hunderte. Also mussten wir uns in der Reihe "nicht gebucht" einsortieren. Nunja, aber zumindest waren wir dort die einzigen. Ok, die Autos verschwanden so langsam in der Fähre, aber uns wurde langsam... ääh, ob das noch passt? Die nächste Fähre fuhr erst ein Tag später. Aber Glück, der Mann kam, knippste unsere Karten ab und wir konnten anrollen, als letztes. Ein Blick nach hinten verriet uns, dass aber auch nur noch ca 5 weitere Autos gepasst hätten. Nunja, wir gingen zunächst aufs Oberdeck, jetzt, wo kein Nebel war konnte man auch mal was sehen. Wir fuhren sogar an den Robbenbänken vorbei wo auch einige "Honks" sich in der Sonne aalten. Dann war es auch wieder soweit, wir waren wieder am Festland. Die Rückfahrt war wieder weniger spektakulär, frei nach dem Motto, "wenn holländer 120 denken, fahren sie schnell".

Nunja, ich glaube, wenn ich sage "eine super Sache das war" spreche ich für alle beteiligten.

So far...
Smeagol


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